Ankündigung im Falter 42/26, auf Seite 28, von Thomas Leitner, der den Roman kurz und treffend als "Antiroman" bezeichnet und auf den Punkt bringt: "Als Leser blickt man nicht durch und amüsiert sich gerade deshalb darüber."
Es kann eigentlich kein Zufall sein, dass gleich drei meiner neuen Projekte sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise mit dem Thema Vögelsterben, Klimawandel und unseren düsteren Zukunftsaussichten beschäftigen, aber trotz allem (malgré et contre tout) keineswegs Resignation, sondern Engagement und Zuversicht auf ihre Fahnen schreiben.
Zuerst die grandiose Aufführung von "SAINT-FRANCOIS D'ASSISE" von Olivier Messiaen, wo ich u.a. das Interview mit Maxime Pascal für das Programmheft übersetzen durfte. In der Inszenierung von Romeo Castellucci "regnen bei der Vogelpredigt die toten Vögel auf die Bühne".
Der zweite Text stammt von Pierre Bergounioux mit dem Titel LES OISEAUX (Belopolie, 2022). Es sind persönliche Erinnerungen und Erfahrungen aus seinem Leben und das Bedauern über das Verschwinden der Vögel in der Stadt und am Land.
Der dritte Text ist das Theaterstück von Agathe Charnet NOUS ETIONS LA FORÊT/WIR WAREN DER WALD, in dem eine junge Ornithologin mit Schrecken den Rückgang der Vogelarten im Wald beobachtet.

Anlässlich der Frankfurter Buchmesse bringt Suhrkamp dessen Werk ALLZU LAUTE EINSAMKEIT (in der Übersetzung von Peter Sacher) neu heraus. "Komisch und sarkastisch, lebensprall und voller melancholischer Skepsis verflicht Hrabal Erlebtes und Erdachtes. Es ist der unnachahmliche Erzählton des »Königs der tschechischen Prosa«, als der Bohumil Hrabal (1914 – 1997) von den Kritikern gerühmt und von den Lesern geliebt wird. Hrabal hat dem Text eine Hommage an Franz Kafka beigefügt, dem er sich ebenso wie dem großen Humoristen Jaroslav Hasek nahe fühlte." Dieser Tradition ist auch Patrik Ourednik verpflichtet, wie im Nachwort von AD ACTA ausgeführt wird (S 164). Doch "Ourednik ist nicht Hrabal. Er glaubt nicht an die Aufhebung des Lebens durch die Erählung dieses Lebens ..."

