IST NEU UNBEDINGT BESSER?

Im Zusammenhang mit dem Lesen tschechischer Literatur Wiederentdeckung des Soldaten Schwejk von Jaroslav Hašek. 2014 wurde das Werk von Antonin Brousek neu übersetzt (Reclam, 2014) und diese Übersetzung im Feuilleton sehr lobend erwähnt und vom Übersetzer wortgewaltig verteidigt. Ohne die Ausgangssprache und die Schwierigkeiten mit den verschiedenen Sprachebenen beurteilen zu können, erscheint schon allein der Titel "Die Abenteuer des guten Soldaten Svejk im Weltkrieg" statt "Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk"bei der Übersetzung von Grete Reiner (1926) hinterfragenswert und eine meiner Lieblingsstellen, (alte Übersetzung "Schwejks Hinauswurf aus dem Irrenhaus")

gegen neu: "Man wirft Švejk aus dem Irrenhaus") enthält viele Wendungen, die nicht wirklich überzeugen. Würde etwa ein einfacher Soldat wirklich sagen, "worüber die Geisteskranken sich so aufregen" (neu, S 36) und nicht "warum die Narren sich so ärgern" (alt, S 36) Hier zum Vergleich die beiden Seiten.




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