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"Es gibt zwei Möglichkeiten, das kleine Büchlein Wanted von Philippe Claudel, aus dem Französischen übersetzt von Margret Millischer, zu lesen: Wem die tägliche Realsatire in den Medien nicht reicht und wer sich über eine Überzeichnung des Zustandes der Welt und des Handelns ihrer führenden politischen Akteure amüsieren kann und will, der wird diese meisterlich geschriebene Posse mit Vergnügen lesen. Es kann aber auch passieren, dass einem das Lachen vergeht, weil die Geschichte über Elon Musk, der Putin, Lawrow und Peskow in kürzester Zeit dadurch beseitigt, dass er in der Tradition des wilden Westens ein (enormes) Kopfgeld auf sie aussetzt, gar so weit von der Realität nicht entfernt ist. Es ist also eine Trigger-Warnung anzubringen: Empfindsame Seelen wie der Autor dieser Zeilen könnten nach der Lektüre noch deprimierter sein als zuvor. Wenn sie diesbezüglich einen guten Magen haben (so wie meine Frau): Lesen Sie dieses Buch!"

Franz-Josef Z.




Diese älteste Darstellung von Europa ist im Museum der Stadt Retz zu sehen, sie stammt aus Prag, 1592. Deshalb ist auch ihr Herz in Böhmen gelegen, Wien liegt knapp darunter. Momentan geht es ihr leider gar nicht gut, unserer Königin, und wir sind ratlos, wie wir ihr helfen könnten ...


Königin Europa, Prag,1592
Königin Europa, Prag,1592



In den deutschen Bibliotheksnachrichten erscheint eine äußerst positive Rezension zu Philippe Claudels Roman WANTED: "Die groteske Überzeichnung macht die Satire beklemmend realistisch: Machtgier, Populismus und die Dauerkommentierung der Medien werden gnadenlos seziert. Gerade die Medienkritik zeigt, wie Analyse und Empörung das Spektakel noch verstärken können. Trotz seiner Kürze gelingt eine makabre Farce, die unsere Gegenwart erschreckend präzise spiegelt."



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